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Donnerstag, 5. Oktober 2017

Schnitgerfestival Groningen: Fritz Langs "Der müde Tod" mit Orgelbegleitung

Hier die offizielle Pressemitteilung zur Präsentation des Stummfilmklassikers "Der müde Tod" von Fritz Lang mit Orgelbegleitung am 1. November in der A-Kerk zu Groningen:








PERSBERICHT
Groningen, 3 oktober 2017

Filmklassieker Der müde Tod met orgelmuziek in de Der Aa kerk

De Der Aa kerk in Groningen wordt op woensdagavond 1 november omgetoverd tot filmzaal om de film “Der müde Tod” (Destiny) te vertonen. Deze klassieke zwart-wit film zonder geluid is in 1921 gemaakt door cinema-icoon Fritz Lang. Het krachtige beeld vertelt het hele verhaal. Top-organist Berry van Berkum bespeelt daarbij het Schnitgerorgel in de kerk.
Dit is dé kans deze film te gaan zien, in een omgeving die perfect past en zorgt voor een indrukwekkende belevenis. De filmavond start om 20.00 uur. Kaarten zijn te koop voor €12,50 op www.schnitgerfestival.nl.

Der müde Tod: liefde en spanning, mooie muziek

De Duitse regisseur Fritz Lang bouwde in deze film al volop aan zijn expressionistische vormtaal: hij kon zich helemaal uitleven in het epische sprookje over liefde en dood in drie exotische settings. De fillm wordt dan ook terecht beschouwd als een van de eerste typische Lang-films. Het verhaal gaat over de Dood die een jonge vrouw drie kansen geeft om haar overleden geliefde terug te halen, in drie verschillende tijdperken en drie verschillende landen. Hij laat haar drie brandende kaarsen zien. Die stellen elk het leven van een mens voor. Bij het uitgaan van de kaars sterft de persoon. Als zij erin slaagt een van de drie levens te redden, zal ze haar geliefde terugkrijgen.
Nog maar weinig mensen weten dat het orgel lange tijd werd gebruikt als begeleiding van film. In het begin waren alle films zonder geluid, muziek werd erbij geleverd door een orkest. En omdat een orgel als een compleet orkest kan klinken, bleek dit het perfecte begeleidingsinstrument voor film. Het Schnitgerorgel in de Der Aa kerk is dat zeker.

Schnitgerfestival

Deze film maakt deel uit van het Schnitgerfestival. Een feest voor liefhebbers van orgelmuziek dat plaatsvindt van 31 oktober t/m 5 november. Er is wereldwijd geen stad waar drie historische Schnitgerorgels bewaard zijn gebleven. Deze drie orgels staan centraal in het gevarieerde programma. Er treden wereldtoppers op, zoals de Nederlandse Bachvereniging, Ton Koopman en het Luthers Bach Ensemble, Sietze de Vries, blokfluitvirtuoos Erik Bosgraaf en zijn Ensemble Cordevento samen met het jonge talent Matthias Havinga. Er zijn, naast concerten met veel prachtige muziek in kerken en zelfs in huiskamers, ook lezingen, masterclasses, er is een kinderprogramma, orgelmuziek met poëzie of theater en popmuziek.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Gruenwald - Der Mai ist gekommen

Gruenwald? Nein, das ist keine Verwandtschaft. Aber ich war heute im Garten und da ist mir was Ähnliches passiert:


Dienstag, 14. März 2017

Benedict Wells - Interview und Soundtrack zu "Vom Ende der Einsamkeit"


Zur Einstimmung auf unsere Besprechung des Romans „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells diese Woche in Drachten:




Die Romanfiguren von Benedict Wells spielen oder hören oder erinnern im Verlauf der Handlung eine Reihe von Songs, die zu ihrer Charakterisierung oder zur Stimmung und Poetologie des ganzen Romans beitragen. Der Autor hat auf seinem Facebook-Account zu jedem seiner Romane einen Soundtrack zusammengestellt, der die musikalische Stimmung wiedergibt. Manche der Songs kommen explizit im Roman vor, manche nicht. Auf Youtube hat der Diogenesverlag entsprechende Playlists zusammengestellt. Hier ist der "Soundtrack" zu "Vom Ende der Einsamkeit":

Paperbackwriter (The Beatles), S. 15, 267
Moon River (Patty Griffin), S. 35, 72, 294
Via Con Me (Paolo Conte), S. 92f., 121
Pink Moon (Nick Drake), S. 58, 167, 213, 321
Time Further Out (Brubeck), S. 192
Heroin (The Velvet Underground), S. 328
E is for Estranged (Owen Pallet)
Fare Thee Well, Miss Carousel (Townes Van Zandt)
This Must Be the Place (Talking Heads)
Take Five (The Dave Brubeck Quartett)
Between the Bars (Elliot Smith), S. 169
The Waves (Villagers)
Where is My Mind (Pixies)
Landslide (Fleetwood Mack)
Down to the Sea (Elephant Revival)
I still do (Kloot)
Across the Universe (Fiona Apple) = Abspann

Und hier ist die entsprechende Playlist, die der Diogenes Verlag auf Youtube gesetzt hat.

Montag, 2. Januar 2017

Haben wir was falsch gemacht? - Die Rockgruppe "Ja, Panik"

In der preis- und preisenswerten österreichischen Literaturzeitschrift „Volltext“ bin ich durch einen Artikel des Germanisten Uwe Schütte auf die Berliner (ursprünglich Wiener) Rockgruppe „Ja, Panik“ aufmerksam geworden. Die Gruppe hat gerade ein Buch über ihre zehnjährige Geschichte herausgebracht (Futur II, Verbrecher Verlag Berlin 2016), das laut Schütte zeigt, „wie ein gegenwartsrelevantes Schreiben jenseits der gängigen Literatur aussehen kann“. 

"Ja, Panik" in der heutigen Besetzung (Foto: Lukas Gansterer)
Bei so was werd’ ich ja wach, und es beginnt gerade ein neues Jahr! Aus Wien ist schließlich auch die Poetin Ann Cotten nach Berlin herüber geweht...

Ich habe mir ein paar Beiträge von „Ja, Panik“ auf Youtube angehört. Und ja, es gibt sie noch, die jungen Radikalen, und sie singen!

Hier ist eine Kostprobe aus der jüngsten Produktion:





Fragt sich nur, was es bedeutet, dass schon nach zehn Jahren die Germanisten sich wohlwollend dieser Gruppe zuwenden. Haben die Jungs (und neuerdings ein Mädchen) etwas falsch gemacht?

Sonntag, 13. November 2016

Kerkelings Lieblingslied

Da es angesichts der Weltenwende in der Politik nichts mehr zu lachen gibt, muss ich wenigstens in meinem Blog, das in letzter Zeit durch Überliterarisierung zu verarmen droht, etwas gegensteuern und zwar mit dem begnadetsten Talent unter all den schrägen und windschiefen Komikern in der deutschen Fernsehwelt: Hape Kerkeling (großväterlicherseits ein Niederländer!) mit seiner Version von "Der Junge mit der Mundharmonika":





Das Original, gesungen von Bernd Clüver 1973 ist hier zu bewundern.

Montag, 31. Oktober 2016

Findelverse (1): Friedrich Rückert, Die Göttin im Putzzimmer

Friedrich Rückert, Die Göttin im Putzzimmer

Welche chaotische
            Haushälterei!
            Welches erotische
            Tausenderlei!
Alle die Nischchen,
            Alle die Zellchen,
            Alle die Tischchen,
            All die Gestellchen!
Fächelchen, Schreinchen,
            Alle voll Quästchen;
            Perlchen und Steinchen
            All in den Kästchen!
Blinkende Ringelchen,
            Schimmernde Kettchen,
            Goldene Dingelchen,
            Silberne Blättchen!
Nadel und Nädelchen,
            Haken und Häkchen,
            Faden und Fädelchen,
            Flecke und Fleckchen!
Allerlei Wickelchen,
            Allerlei Schleifchen,
            Allerlei Zwickelchen,
            Allerlei Streifchen!
In der Verwirrung
            Buntem Verstrick,
            Vor der Verirrung
            Banget der Blick.
Welche gewaltige
            Zauberin muß sein,
            Die das zwiespaltige
            Zwingt zum Verein?
Dort aus der Thüre
            Kommt sie gegangen. –
            Seht nur die Schnüre!
            Seht nur die Spangen!
Alle die Sächelchen,
            Wie sie sich regen,
            Ihr aus den Fächelchen
            Hüpfen entgegen!
Alle die Dingerchen,
            Bänderchen, Miederchen,
            Ihr um die Fingerchen,
            Ihr um die Gliederchen!
Plötzlich von unten
            Steht sie bis oben
            All mit dem bunten
            Flitter umwoben.
Alles, wie fügt sich’s
            Still und einträchtiglich,
            Legt sich, begnügt sich,
            Wie sie will, mächtiglich.
Die Elemente
            Hat sie verbunden,
            Hat ins Getrennte
            Ganzes empfunden.
Und aus dem lebenden
            Inneren Hauch
            Wird dem Umgebenden
            Leben erst auch.
Schöpf’rin, Entfalterin
            Himmlischer Zier,
            Stehst du, Gestalterin
            Muse vor mir?
Oder du Liebe,
            Einigerin,
Ird’scher Getriebe
            Reinigerin?
Denn nur ihr beide
            Ordnet zum Eins
            Buntes Geschmeide
            Menschlichen Seins.
Denn nur ihr beide
            Wandelt das Nichts,
            Chaos, zum Kleide
            Himmlischen Lichts.


Gedichte von Friedrich Rückert, Frankfurt am Main 1864, S. 34-36

Viele Gedichte von Friedrich Rückert (1788-1866) sind im 20. Jahrhundert vertont worden. Am bekanntesten sind die „Kindertotenlieder“ (1904) von Gustav Mahler.

Auch „Die Göttin im Putzzimmer“ wurde vertont: 1935 von Richard Strauss. Beides, Gedicht und Lied, habe ich gestern zum ersten Mal gelesen und gehört. Leider ist der in hohem Tempo zu singende Text kaum verständlich, aber man kann sich einhören. Hier ist eine Aufnahme mit spanischen Untertiteln: das hilft auch!

Dienstag, 10. Mai 2016

Schwarzer Kater

Beim Geschirrspülen belohnt mich zuweilen mein Unbewusstes mit ein paar Tönen, die ich plötzlich zu pfeifen beginne und die ich wohl irgendwann einmal schön gefunden haben muss. So auch heute an diesem sonnigen Morgen, und ich hatte keine Ahnung, was ich da zum Tellergeklapper pfiff, bis G. aus dem Nebenzimmer rief: Das ist der schwarze Kater Kasimir.

Das sagte mir nun gar nichts, aber beim Googeln kam heraus, dass der Kater nicht Kasimir sondern Stanislaus heißt und dass es um ein Lied von Siw Malmkwist geht: “Schwarzer Kater Stanislaus”. Das ist ein Schlager von 1962. Da war ich 14 und hatte zwei Katzen. Danke, liebes Unbewusstes, für die kleine Zeitreise: