Vor einigen Tagen fand ich auf Facebook dieses rezente Foto von der Berliner Schaubühne, die ich in den siebziger Jahren oft besucht habe.
„Wie soll das alles weitergehen?“ Diese große, programmübergreifende Frage, die hier dem vorübergleitenden, rutschenden und ausrutschenden Publikum gezeigt wird, hat mich an meine vielleicht ein wenig irritierenden Beiträge zum deutschen literarischen Feuilleton erinnert: So habe ich unter dem Titel „Was soll das werden?“ am 11. Dezember einige Überlegungen über das sich verändernde Verhältnis von Literatur und Realität angestellt.
Nun setzt uns dieselbe Schaubühne mit einem dramatischen Ereignis in fassungsloses Erstaunen, wenn nicht gar Entsetzen: Bei einer Aufführung von Shakespeares „Richard III.“ entgleitet dem großen Lars Eidinger der Degen und verletzt eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf!
Was ich schon ahnte: Literatur wird blutige Realität. All unsere Sicherheiten, sie sind dahin. Die Berliner Schaubühne ist am Puls der Zeit!





