Die deutsche Buchsaison 2025/26 (also die Monate von September bis April) hat drei schwergewichtige Romane erbracht (und noch eine ganze Reihe weiterer besonderer Romane), die mich noch eine Weile beschäftigen werden (beim Anklicken der Titel erscheint eine Rezension):
Norbert Gstrein, Im ersten Licht, 416 Seiten, 27€
Und zum dritten: ein Wenderoman wie es ihn noch nicht gegeben hat:
Lukas Rietzschel, Sanditz, 496 Seiten, 27€
Vielleicht leben wir gerade in einem Jahrzehnt, in dem sich Vieles zusammenballt und auf einen Ausbruch vorbereitet. Nicht, dass diese Romane von etwas Kommendem handeln, ganz im Gegenteil: sie hangeln sich durch die deutsche und österreichisch-ungarische Geschichte der letzten 120 Jahre. Wie schon so oft, könnte man sagen, wenn sich da nicht besondere Aspekte und Perspektiven in einem generationsübergreifenden Schreiben zu ungewohnten Mosaiken aus Schuld, Täterschaft, Trauer, Erinnerung und Reflexion zusammenfügen würden, die in allen drei Fällen in einem sehr gegenwärtigen Geschichtsbewusstsein münden. Es handelt sich also durchaus auch um Gegenwartsromane, und die suche ich!


