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Samstag, 16. Mai 2026

Zum Internationalen Tag des Lichts: „Das Küstenlicht“ von Olga Wiese

 Zufällig habe ich erfahren, dass heute der Internationale Tag des Lichts ist. Davon hatte ich noch nie gehört. Beim Nachdenken darüber, was für einen Bezug ich dazu haben könnte, fiel mir das Gemälde „Het kustlicht“ der Groninger Künstlerin Olga Wiese ein, das seit fast dreißig Jahren in meinem Wohnzimmer hängt. Ich habe schon mal in meinem Blog darüber geschrieben.

Als eine besondere Eigenschaft dieses Gemäldes habe ich immer gefunden, dass es abhängig vom Einfall des Sonnenlichts zu jeder Tageszeit anders aussieht. Und ich kam gestern auf die Idee, es einfach mal im Dunkeln mit einer Taschenlampe anzuleuchten. Davon habe ich das folgende Foto gemacht, das mich geradezu überwältigt hat:



Es ist als ob ich vor einer realen fantastischen Landschaft stehe und nicht vor einem Gemälde: die Magie von Olgas Werk.

Montag, 4. Mai 2026

2025/26: Drei deutsche Romane, die es in sich haben

Die deutsche Buchsaison 2025/26 (also die Monate von September bis April) hat drei schwergewichtige Romane erbracht (und noch eine ganze Reihe weiterer besonderer Romane), die mich noch eine Weile beschäftigen werden (beim Anklicken der Titel erscheint eine Rezension):


Inzwischen ist auch die niederländische Übersetzung erschienen:
Lázár, 334 Seiten, Atlas Contact, 24,99€, übersetzt von Kris Lauwery und Isabelle Schoepen. In der NRC vom 1.Mai stand eine ausführliche positive Rezension von Michel Krielaars, und der Roman stand auf Platz 7 der bestverkauften Bücher. 
In der deutschsprachigen Presse gibt es auch einige wenige negative bis niederträchtige Rezensionen. Mit all dem werde ich mich noch beschäftigen.

Jetzt zum zweiten großartigen Roman, dem Höhepunkt im Werk Norbert Gstreins 

Norbert Gstrein, Im ersten Licht, 416 Seiten, 27€

Und zum dritten: ein Wenderoman wie es ihn noch nicht gegeben hat:

Lukas Rietzschel, Sanditz, 496 Seiten, 27€

Vielleicht leben wir gerade in einem Jahrzehnt, in dem sich Vieles zusammenballt und auf einen Ausbruch vorbereitet. Nicht, dass diese Romane von etwas Kommendem handeln, ganz im Gegenteil: sie hangeln sich durch die deutsche und österreichisch-ungarische Geschichte der letzten 120 Jahre. Wie schon so oft, könnte man sagen, wenn sich da nicht besondere Aspekte und Perspektiven in einem generationsübergreifenden Schreiben zu ungewohnten Mosaiken aus Schuld, Täterschaft, Trauer, Erinnerung und Reflexion zusammenfügen würden, die in allen drei Fällen in einem sehr gegenwärtigen Geschichtsbewusstsein münden. Es handelt sich also durchaus auch um Gegenwartsromane, und die suche ich!