Ich kam gestern von einer mehrtägigen Reise nach Dordrecht zurück. Das niederländische Wetter hat sich an diesem Tag von seiner vielfältigsten Weise gezeigt: Schon auf dem Weg zum Wasserbus (!) für die Rückreise wurden wir, die wir gerade noch in einer herrlichen Sonnenwolkenlandschaft gesessen hatten, von einer gnadenlos ungestümen Regen-Hagel-Böe überfallen und mussten klatschnass aufs Boot gehen. In Utrecht schienen dann die gesamten Bahnverbindungen durch Blitz und Donner ausgeschaltet zu sein, aber ein gut informierter Mitarbeiter verriet uns eine Geheimverbindung nach Groningen, die wirklich funktionierte.
Erschöpft zuhause angekommen, machte ich mir eine Suppe von der niederländischen “Kleinste Soepfabriek“, von der ich immer ein Dutzend im Haus habe. Diesmal wurde es die „Oekraïense Borscht“: herrlich!
Ich neige dazu, die Suppen ein wenig nachzuwürzen und kam beim zweiten Teller ins Schwitzen. Auch fiel mir beim Löffeln auf, dass im Niederländischen das Wort „Borschtsch“ ohne das zweite „sch“ auskommt. Deutsch ist ja immer etwas komplizierter! Solch eine Häufung von Konsonanten hintereinander in einem Wort (8!) ist aber schon höchst ungewöhnlich. Mehr schien es bis gestern auch nicht zu geben.
Bis mich mein Schweißausbruch auf das neue Wort brachte, das ich hiermit zum Buch der Rekorde anmelden möchte:
Borschtschschweiß
Zwölf Konsonanten hintereinander! Welche andere Sprache hat diese Möglichkeiten in Wortbildung und Rechtschreibung?
Der ganze Vorgang half mir bei der Erholung, Sättigung und dem inneren Vergnügen für den Rest des Abends, auch wenn er offenbar ein Zeichen der Erschöpfung war.
Für heute ist noch ein Teller über.
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