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Samstag, 6. Juni 2015

Pipilotti kommt in jedes Haus oder: Das Ende des Feuilletons


Der gewohnte Griff nach dem Feuilleton der ZEIT wurde diese Woche mit einer Überraschung der besonderen Art belohnt: Es gab nämlich keins! Beziehungsweise es gab wohl eins, aber es gab nix zu lesen.

Das Feuilleton besteht aus einem auf zwölf (!) Seiten präsentierten Ausschneidebogen, der ausgeschnitten und zusammengesetzt ein lebensgroßes Foto der Schweizer Video-Künstlerin Pipilotti Rist ergibt. Ich habe mir die Mühe gemacht, und wir sehen dann Pipilotti als Fix-it-Woman in schwerelosem Zustand mit einer Werkzeugtasche an der Hüfte, den Hammer in der Hand. Um sie herum schweben Schraubenzieher, Kombizange und Metermaß.
 
Pipilotti zusammengesetzt
Pipilotti zieht also lebensgroß in meine Wohnung ein und ist bereit, mir bei meinen alltäglichen Problemen zu helfen. Pipi fixt it. Das erfahre ich aus dem kleinen Begleittext der Redaktion.


So weit, so gut. Bisher hat Pipilotti mir nur Arbeit gemacht. Soll ich sie etwa auch noch an die Wand hängen?

Ich kannte sie bisher nur aus einer weniger konstruktiven Videoinstallation, die ich in der Neuen Nationalgalerie gesehen habe, gerade bevor diese auf Jahre geschlossen wurde. Die hat mir allerdings sehr gut gefallen:

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